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Mehr Platz für mehr Weltneuheiten – für den Bio-Fachhandel

Der Schweizer Veggie-Pionier Soyana hat ein neues Produktionsgebäude: viel Platz und hochmoderne Technik für die Herstellung von 100 veganen Bio-Lebensmitteln. Noch in diesem Jahr soll das Sortiment kräftig weiterwachsen.

 

Große Fenster, hellblaue Böden, spirituelle Kunst an den Wänden: Im neuen Produktionsgebäude von Soyana in Schlieren bei Zürich sieht es erst einmal kaum aus wie in einer Industrieanlage. Wären da nicht die silberglänzenden Tanks mit automatisch regulierter Steuerungs- und Reinigungstechnik. Mit ihnen kann Soyana 14.000 Liter Pflanzenmilch in acht Stunden abfüllen. Die Anlage ermöglicht große Sortenvielfalt – ob Sojadrink, Dinkel, Hirse, Reis, Gerste, Hafer oder 7-Korn. „Wir verwenden das volle Korn mit allen darin enthaltenen Nährstoffen“, sagt Firmengründer Walter Dänzer. „Und im Reis-Choco-Drink beispielsweise sorgen Cashewnüsse für die Cremigkeit, nicht etwa Bindemittel.“ Die Qualität sämtlicher Soyana-Lebensmittel wird im hauseigenen Labor – dem LifevisionLab – permanent kontrolliert und optimiert. Mikroskopische Kristallbilder machen die Kraft, die ihnen innewohnt, sichtbar.

 

Auf den 4.000 Quadratmetern des kürzlich bezogenen, dreistöckigen Produktionsgebäudes werden nicht nur 25 verschiedene Milchalternativen hergestellt, sondern auch zahlreiche andere vegane Bio-Lebensmittel bester Qualität: Wurst und Fleisch aus Tofu oder Bio-Dinkel (statt aus allergenem Weizen), Mayonnaise und Sahne aus Bio-Mandeln, Käse aus Bio-Cashews oder fermentierten Bio-Sojabohnen. 100 vegane Lebensmittel umfasst das Sortiment schon jetzt – bis Ende des Jahres sollen weitere 35 hinzu kommen, passend zum diesjährigen 35. Firmengeburtstag. „Darunter werden etwa 20 Weltneuheiten sein“, sagt Walter Dänzer.

 

Zehn Millionen Euro hat die neue Produktion von Soyana gekostet. Sieben Millionen davon hat der Vermieter getragen, den Rest hat Soyana in Installationen und neue Maschinen investiert. Auf dem Dach befindet sich nun eine fast fünf Meter hohe Lüftungsanlage, die das gesamte Gebäude mit gefilterter Frischluft versorgt – für größte Lebensmittel-Reinheit nach neuesten Standards. Ein Überdruck in den Räumen für die Frischproduktion verhindert, dass kontaminierte Luft hereinkommen kann. Der Strom stammt aus Wasserkraft und demnächst zu einem Drittel Solarstrom, wenn die eigene Photovoltaikanlage auf dem Nachbardach fertig ist. Eine dicke Isolierschicht um das Gebäude spart Energie. Auch an die 40 Mitarbeiter wurde gedacht: Pneumatit, eine neue Schweizer Erfindung, verleiht dem Betonboden Wärme und eine lebensfreundliche Schwingung. Das ermöglicht ein angenehmeres Arbeiten, ebenso wie die himmelblaue Farbe des Bodens, die ein Gefühl von Weite vermittelt.

 

Mit guter Energie versorgt die Mitarbeiter auch das kostenlose vegane Bio-Essen, das täglich frisch für sie gekocht wird: „Wir konsumieren natürlich auch selber, was wir für andere herstellen“, betont Dänzer. Auch Joggen, Meditieren und Musizieren während der Arbeitszeit sind erlaubt: „Jeder Mitarbeiter hat eine Aufgabe zu lösen. Wie und wann er das macht, ist Teamsache.“ Wie gut das funktioniert, davon können sich Inhaber und Mitarbeiter von Naturkostläden ebenso wie Endkunden auch persönlich überzeugen: einmal im Monat öffnet Soyana seine Türen und lädt zur Besichtigung der neuen Produktion ein. „Soyana gibt es nur im Bio-Fachhandel und in der Gastronomie – und das wird auch so bleiben“, betont Firmengründer Walter Dänzer. „Wir haben die Kompetenz für pflanzliche Bio-Lebensmittel gemeinsam aufgebaut und ich bin dafür so dankbar, dass wir dem Bio-Fachhandel bedingungslos eine weitgehende Exklusivität gewähren.“

katrin